Der erste gemeinsame Tag

  • 20. September 2008

Der heutige Morgen beginnt mit der Hl. Messe um 7.30 Uhr. Zusammen mit dem Pastoralkurs und den Ordensschwestern feiern wir den Gottesdienst. Dann ist natürlich auch leibliche Stärkung beim Frühstück angesagt. Am Vormittag war eine Gesprächsrunde mit dem Spiritual angesagt, bei der wir mit einem Text von Bischof Wanke (Erfurt) gearbeitet haben und uns darüber ausgetauscht haben. Inhaltlich ging es um die Anforderungen an den Priester im 21. Jahrhundert in einer evangelisierenden Kirche, einer Kirche die die frohe Botschaft verkündet und zu den Menschen bringt. Ich fand den Text sehr beeindruckend und passend auf meine persönlichen Vorstellungen, sodass mir das Arbeiten an diesem Text Freude bereitet hat. Nach der Arbeit mit dem Text, die der Spiritual sehr gut begleitet hat, sind wir zu einem kleinen Besuch des Dombergs aufgebrochen. Da die Zeit etwas knapp war und wir den Dom später noch ausreichend besichtigen können, haben wir uns die Severikirche angeschaut. Der Dompfarrer erzählte uns die Legende des Hl. Severi, der ursprünglich ein Wollweber mit Frau und Kinder war. Als der neue Bischof geweiht werden sollte, wollte Severi an dem Gottesdienst teilnehmen und miterleben, wer der neue Pontifex wird. Doch während des Gottesdienstes setzte sich zwei Mal eine Taube auf den Schultern Severis nieder, was die Anwesenden als Zeichen des Hl. Geistes deuteten und daraufhin Severi zum Bischof weihten.
Nach dem Mittagessen im Priesterseminar war bis zum Kaffee erstmal etwas Pause angesagt (ich hab natürlich ein Stündchen gelegen). Am Nachmittag hat der Regens noch mal den Weg und die einzelnen Etappen der Ausbildung erläutert. Um 18.00 Uhr waren wir im Dom zur Vesper, welche kurzfristig in die Krypta verlegt wurde. An diesem Ort, der mir aus Erzählungen 😉 bekannt war, haben wir das Stundengebet gelesen. Im Anschluss an das Abendessen gab es die liturgische Kleidung (Talar und Rochett), die uns die nächste Zeit begleiten wird. Zum ersten Mal morgen zur Bischofsmesse bei der Bistumswallfahrt in Erfurt.
Am Abend war dann ein gutes, kompaktes Schriftgespräch über das Sonntagsevangelium. Im Anschluss haben wir uns dann einfach noch etwas locker unterhalten, bis wir nun schon etwas geschafft in unsere Zimmer zurückzogen.