Der Weg in die Mitte

  • 26. September 2016

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Getreu dieses sehr unmenschlichen Sprichwortes ging es für uns heute früh wieder zeitig los. 5:30 Uhr hieß es aufstehen und fertigmachen. Der ständige Ortswechsel erfordert schon einige Aufwendungen, aber mittlerweile haben wir eine gewisse Routine im Sachen auspacken und geschickt wieder einpacken. 

Nachdem wir ausgecheckt haben, ging es in unserem Bus von Than Hoa weiter in Richtung Mitte Vietnam nach La Vang (in der Nähe von Dong Ha). Kurz nach der Abfahrt suchten wir eine der vielen Straßenwerkstätten auf, die die Straße Richtung Südvietnam säumen. Der Grund hierfür war der Verdacht unseres Busfahrers, dass mit unserem Hinterreifen etwas nicht stimmt. Wie sich herausstellte hatte er mal wieder den richtigen Riecher gehabt. Tatsächlich hatten wir ein kleines Loch im Reifen, dass schnell geflickt war – typisch vietnamesisch natürlich. Damit zeigt sich mal wieder was für einen guten Busfahrer wir haben. Dank seiner vernünftigen und vorausschauenden Fahrweise (für vietnamesische Verhältnisse) sind wir bisher sehr gut und sicher durch den Verkehr gekommen.

Nach der Reparatur ging es gut 5 Stunden mit unserem Bus weiter. Die Zeit nutzten wir zum Schlafen oder dem Betrachten der wunderschönen Landschaft Vietnams. Besonders die Reisfelder und die sattgrünen Hügel gepaart mit dem blauen Himmel sowie die ein oder andere Kuriosität auf der Straße wussten zu beeindrucken. 

Als Zwischenziel haben wir die Paradieshöhle bei Phong Nha Ke Bang ausgewählt. Die Höhle konnten wir nur über ein Boot erreichen. Als wir in die Höhle durch ein Eingangstor mit einem Boot einfuhren erwartete uns eine – für deutsche Verhältnisse – riesige Tropfsteinhöhle. Bis zu 8 km geht es in die Höhle hinein. Wir hatten heute Glück – je nach Wasserstand ist die Höhle nicht begehbar. Von den 8 km könnten wir 1 km vom Wasser und zu Fuß bestaunen. Ein wunderschöner Anblick! 

Nach diesen eindrucksvollen Stunden fuhren wir zu dem Wallfahrtsort (Erscheinung Mariens im 17. Jahrhundert) der Vietnamesen nach La Vang, wo wir die Nacht verbrachten.

Clara und Philippus