Der zweite Tag in Madrid

  • 18. August 2011

Nachdem wir gestern gut gelandet sind, von einer kleinen Verspätung abgesehen, ging es für uns direkt in die Innenstadt. Unser Stadtplan verriet uns, dass unser Quartier nur 800 Meter vom großen Eröffnungsgottesdienst entfernt liegt, so dass wir es noch sehr pünktlich schafften. Die vollgestopften Metros auf dem Weg vom Flughafen in die Innenstadt stimmten uns schon auf die Begegnungen mit 100.000 Jugendlichen ein. Nur sehr mühsam „pressten“ wir uns durch die Massen, bis wir schließlich einen Platz direkt vor der Leinwand hatten. Die Madrider Organisation dürfte für den großen Papstgottesdienst noch etwas üben, denn Tontechnik und liturgische Logistik war noch voller Pannen. Am Ambo funktionierte das Mikrofon nicht, was den Verkündigungsteil der Messe natürlich untergehen ließ. Auch die Kommunionausteilung erreichte uns im hinteren Bereich nicht. Trotzdem konnten wir die Messe einigermaßen gut mitfeiern, es war geradezu überraschend wie Still es plötzlich um uns wurde als die ersten Worte des Erzbischofs von Madrid die Hl. Messe eröffneten.

Heute war der erste Programmpunkt die Katechese. An hunderten von Orten in ganz Madrid hielten Bischöfe aus aller Welt Katechesen und feiern die Hl. Messe in der Landessprache. Wir haben uns entschieden zu den Fuldaern dazu zustoßen um Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg zu hören. Er sprach über das feste verwurzelt sein in unserem Glauben. Er brachte viele Beispiele aus seinem eigenen Leben, ermutigte die jungen Christen ihren Glauben zu vertiefen und gab auch praktische Beispiele und Anregungen. Vor Beginn haben wir uns kurz mit Erzbischof Schick unterhalten können, sein hervorragendes Personengedächtnis, hatte unsere Bekanntschaft aus dem Bamberger Propädeutikum noch nicht vergessen. Die Heilige Messe, die wie die Einstimmung auf die Katechese vom Orchester des Fuldaer Marianum gestaltet wurde, fand anschließend statt. Der Rest des Mittwoch stand zur freien Verfügung und lädt ein Madrid etwas näher kennenzulernen. Wir haben die Bischofskirche besucht, die direkt gegenüber des Palastes steht. In der Kathedrale Santa María la Real de La Almudena fanden wir die Stile verschiedener Bauzeiten vereint. Geplant war sie ursprünglich im gotischen Stil, dann wurde aber nur die Unterkirche nach den Plänen realisiert, der Rest im klassizistischen Stil errichtet. Die Ausmalungen sind aber noch moderner, was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass die Kirche erst 1993 eingeweiht wurde. Die Hl. Almuneda ist uns bis jetzt noch Unbekannt, doch Wikipedia oder das Heiligenlexikon wird uns vielleicht weiter helfen. Während wir vor der Kathedrale einen Moment verweilten kam hoher Besuch. Bischof Konrad Zdarsa, Bischof von Augsburg, begrüßte uns. Wir kannten uns noch aus den Dresdner Zeiten und sind vor einem Jahr gemeinsam auf Pilgerreise zum heiligen Pfarrer von Ars gewesen.

Den Abend haben wir dann noch im zentralen Retiro-Park bei einer großen Melone und Musik ausklingen lassen.

Fotos gibt es in Zukunft unter http://goo.gl/LSvZ0

Weltjugendag Madrid 2011