Eingewöhnt

  • 8. Oktober 2008

Mittlerweile bin ich schon fast drei Wochen im Priesterseminar Bamberg. Nur das vergangene Wochenende habe ich in Dresden verbracht.
Die vielen gemeinsamen Programmpunkte und Dienste führen die Gruppe immer mehr zusammen. Ich fühle mich im Haus mittlerweile sehr wohl und es kommt schon öfter vor, dass ich (ausversehen) „zu Hause“ sage, wenn ich das Seminar meine. Anfang der Woche habe ich auch die großen Bilder, die mir geschenkt wurden aufgehangen, eine Sachsenfahne ziert das „Portal“ zu meinem Zimmer und Bücher reihen sich in den Regalen. Ich habe damit so langsam mein Zimmer etwas eingerichtet und gemütlich gemacht.

Im Lateinunterricht geht es mit großen Schritten vorwärts und ich muss täglich ordentlich lernen, da jede Stunde neue Grammatik und neue Vokabeln dazukommen. Da kann man sich selbstverständlich nicht ausruhen. Nach den bisherigen vier Doppelstunden ist es soweit, dass ich knapp 100 Vokabeln im Hirn habe(n müsste)… .
Gestern war ich das erste Mal planmäßig im „Josefslädchen“, einem Soziallebensmittelmarkt der Caritas in Bamberg, in dem ich zusammen mit einem Mitbruder, zwei Tage in der Woche Dienst tue. Vormittags geht es vor allem um das Abfahren der Supermärkte im Landkreis um „MHD-Ware“ (Lebensmittel kurz vor dem Verfall) abzuholen. Um die Mittagszeit wird dann die Ware (aus-)sortiert und in die Regale geräumt. Am Nachmittag kommen dann die Kunden, die für ein paar „Centerle“ (wie hier im Frankenland gesagt wird) Lebensmittel einkaufen können.

Ein Highlight dieser Woche war der Besuch beim Erzbischof von Bamberg, der uns zu einer Hl. Messe und zum anschließendem Abendbrot eingeladen hat. Wir hatten die Gelegenheit mit ihm ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen. Für alle die es wissen wollen: Es gab Schnitzel und Kartoffelsalat, dazu noch „Schnittchen“.

Am Samstag wollen wir einen Ausflug in das mir schon bekannte Vierzehnheiligen machen, einem Wallfahrtsort des Bistums. Mit den Ministranten war ich vor einigen Jahren schon für ein paar Tage in dem Bistumshaus in der Nähe der Basilika.

1 Kommentar auf Eingewöhnt

  • Anonym sagt:
    15. Oktober 2008 um 12:44

    Hey Kim,
    ich war zwar immer grottenschlecht in Latein, aber mir hat es geholfen, die Vokabeln in einem bestimmten Rhythmus zu lernen, wir haben uns dazu immer eine Melodie gedacht. Naja, nur falls Du das hilfreich finden solltest. Alles Gute, Johanna