It’s tea time

  • 4. Oktober 2016

Am heutigen Tag hieß es zum letzten Mal eine große Distanz (306 km) zu überwinden. Unsere Reise führte uns vom angenehm kühlen Dalat in die feucht heiße Metropole Ho-Chi-Minh-Stadt. Für eine Reisetag ging es recht entspannt um 8 Uhr los. Das Wetter verabschiedete uns mit einem wunderbaren satt blauen Himmel aus Dalat. 

Auf der Fahrt konnten wir aus dem Bus die unterschiedlichen Plantagen mit Kaffee, Tee oder Süßkartoffeln erkennen. 

Eigentlich wollten wir als Snack eine Jackfruit essen und waren überzeugt welche am Straßenrand entdeckt zu haben, aber es war eine andere Frucht, die Durianfrucht. Dung meinte die könnten wir doch trotzdem probieren, gesagt, getan. Sie schmeckte für uns wie eine Mischung aus Ananas und Avocado, also eigentlich ganz gut. Worauf wir nicht so ganz vorbereitet waren: der Gestank, ja tatsächlich nicht mehr der Geruch. Es roch im ganzen Bus nach verfaulten Eiern, man kann sich die Freude vorstellen.

Den ganzen Tag im Bus zu verbringen ist bekanntlich wenig erquicklich, weshalb wir einen Zwischenstopp in Bao Loc einlegten. Nach einem frühen Mittagessen besuchten wir den Teeladen von Binhs Freunden. Dort erlebten wir zum ersten Mal eine – für unsere Begriffe – Teezeremonie. Neben mehreren Kannen und Aufgüssen erwartete uns roter und grüner Tee. Im Nachhinein erfuhren wir über Internet, dass der hier rot genannte Tee unser schwarzer Tee ist. Mit Tee eingedeckt und die Wirkung des grünen Tees spürend ging es auf die Teeplantage. Dank einer kleinen Führung erfuhren wir in welchen Schritten dort der grüne Tee hergestellt wird. Neben kühlen und mehreren Trockenstufen wird zum Schluss die Güteklasse festgestellt – mit Hand! 

Ein paar Zahlen dazu: 

  • Im 45-Tage-Rhythmus wachsen frische Spitzen an den Pflanzen, die geerntet werden können.
  • 4-5,5 kg frische Blätter werden zu 1 kg fertigem Tee. 
  • 70 Tonnen frisch Blätter werden auf der 40 ha großen Plantage in 45 Tagen geerntet.
  • Fertigungsverfahren nach dem „Haupttrocknen“ besteht u. a. aus 60x pressen und schütteln 

Für einen kurzen Blick und das obligatorische Gruppenfoto ging es auf die Plantage.

Wir setzten unsere Reise nach Saigon fort und erreichten die 8 Mio. Metropole in den Abendstunden.

Clara und Philippus