Letzte Etappe oder zum vierten Advent

  • 18. Dezember 2011

Am Freitag sagte der Priester am Ende der Messe: „Morgen beginnt der Hohe Advent.“ Gemeint hat er damit die Tage vom 17.12. bis zum 23.12. die durch die sog. O-Antiphonen geprägt sind. Sie sind alttestamentliche Gottesattribute, die in der Liturgie aufgegriffen werden und auf Christus hingedeutet werden. So war gestern beispielsweise die Anrufung „O Weisheit“ zu hören. Wir finden diese Anrufung vor allem in der Vesper, dem Abendgebet der Kirche, und im Ruf vor dem Evangelium, also in das Halleluja integriert.

Für mich sind es auch die letzten Tage in Freiburg für dieses Jahr. Am Donnerstag war die Adventsfeier im Erzbischöflichen Priesterseminar Collegium Borromeum. In der Seminarkapelle wurde ein Konzert mit Chor und Barockorchester gegeben, das neben dem Magnificat von Christoph Graupner (1683-1760) auch die Adventskantate zum ersten Advent vom Dresdner Kreuzkirchenkantor Gottfried August Homilius (1714 – 1785) auf dem Programm hatte.  Die Stücke sind sehr schön. Ich kann sie nur empfehlen:

 Im Anschluss waren alle zu Plätzchen, Lebkuchen und Glühwein in den Speisesaal eingeladen.

Gestern konnten wir einen Ausflug nach Basel machen. Nach einer etwas längeren Zugfahrt (durch Sturmschäden mussten wir ein Teil mit Schienenersatzverkehr zurücklegen) sind wir am späten Vormittag in der Stadt am Rhein angekommen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt haben wir uns die Stadt bei einem ausgedehnten Spaziergang angeschaut.

Spannenden Erfahrung in der Kommunikation mit  Schwizerdütsch konnten wir auf dem Weihnachtsmarkt und in einem Café machen … . Erst als wir uns als Sachsen und Franken zu erkennen gaben, konnten wir den dann auf hochdeutsch gestellten Fragen der Bedienung bzw. Standbetreibers antworten ;).

Am kommenden Dienstag steht dann die letzte größere Hürde bevor: eine Prüfung in AT. Aber mittlerweile fühle ich mich soweit ganz gut vorbereitet, so dass mich ein paar Fragen zu den Gottesbildern im AT nicht allzusehr aus der Fassung bringen sollten. Aber kann man für ein Prüfung im Vorfeld je genug machen? Eine Frage, die sich meistens erst hinterher beantwortet.

Am Mittwochnachmittag geht es dann von Basel aus mit dem Flieger in die Heimat zurück nach Dresden.