Neujahrsgedanke

  • 1. Januar 2014
Neujahrsmorgen – der Abend war lang, die Nacht war kurz. Noch vom Besuchsmarathon der weihnachtlichen Tage und den Begegnungen der letzten Tage angespannt bin ich zeitig aufgewacht.
Bevor ich mich ewig im Bett herumwälze stehe ich auf, setze mich vor Weihnachtsbaum und Krippe und schaue das kleine Kind in der Krippe an. Mit einer kleinen Träne im Auge wird mir einiges vom Geheimnis der Weihnacht klar.
Hier vor Ochs, Esel und der Krippe verstehe ich wieder neu, dass ich nicht Herr meines Lebens bin. Die wertvollsten Dinge im Leben verdiene ich nicht und kann ich nicht herstellen, die kommen gratis, umsonst. Andersherum erfahre ich aber auch: Ich bin begrenzt, ein Mensch mit Schwächen. 
Gerade jetzt, mit einer nicht besser werdenden Mandelentzündung merke ich, wie konkret es werden kann, eigene Wünsche, Pläne und Vorstellungen aufzugeben. Wie gern würde ich in diesen Tagen mehr Freunde besuchen, mehr Unterwegs sein, mehr bei der Familie sein, mehr Lesen, mehr und mehr machen und tun.
Nicht das ich nicht will, sondern das ich nicht kann – das schenke ich diesem Kind.