Plenum

  • 2. Juni 2011

Letzte Woche war am Donnerstag das sogenannte „Plenum“ im Priesterseminar. Es ist eine Versammlung der Hausgemeinschaft, in der verschiedenen, vor allem organisatorische Dinge angesprochen werden. Neben einigen allgemeinen, eher redundanten Hinweisen („in der Kapelle bitte keine Hausschuhe“ …) gab es eine interessante Neuigkeit: Es wurde für die Priesteramtskandidaten in den Bistümern Ostdeutschlands ein neues Praktikum eingeführt. Das drei bis vier Wöchige „apostolisch-missionarische Praktikum“ führt uns in das Bistum Stockholm. Es ist das einzige Bistum in ganz Schweden und hat eine Fläche ca. 450.000 km². Von 9 Millionen Einwohnern sind gerade mal 180.000 katholisch – „Diaspora vom feinsten“. Wir sollen diese Situation der extremen Verstreuung kennen lernen, denn neben dem Vorteil, dass die Gottesdienstordnung für ganz Schweden auf zwei A4 Blätter passt, sind ganz andere Strukturen notwendig, um Seelsorge zu betreiben.


In der Seminargemeinschaft ist dieses Praktikum unterschiedlich aufgenommen worden. Faktisch ist damit das sowieso schon strafe Ausbildungsprogramm noch intensiviert worden und auch konnten wir den Entstehungsprozess dieses Praktikums leider nicht begleiten.
Ich persönlich bin neben den berichtigen Einwänden der Art und Weise wie hier etwas entsteht, vom Praktikum an sich aber begeistert.
In wenigen Tagen ist Pfingsten und die Ortskirche von Dresden-Meißen feiert die Seeligsprechung von Alojs Andritzki. Am Pfingstmontag erwartet das Bistum rund 10.000 Menschen aus Nah und Fern auf dem Schloßplatz in Dresden. Die Priesteramtskandidaten werden wie an den Kar- und Ostertagen liturgische Dienste übernehmen und bei der Feier mit Angelo Kardinal Amato SDB ministrieren.


Foto: Iglesia en Valladolid (CC BY-SA 2.0)