Vom Erkundungstrip zur Touristentour 

  • 30. September 2016

Passend zur Stadt Nha Trang stand für uns heute das Touristenprogramm auf dem Plan. Nach einem späten Frühstück trafen wir uns mit Binh zu einem wirklich starken Kaffee – der Eindruck wurde auch von Kim bestätigt. Dabei haben wir uns über die Pläne der nächsten Tage unterhalten. Im Anschluss daran schilderte uns Binh aber auch die Probleme die in dem Land seiner Meinung nach herrschen. 

Nach diesem interessanten Austauschen ging es für uns in die „Stadt“, wo wir die 1930 erbaute Kathedrale anschauten. Der neogotische und schlichte Stil wusste zu gefallen. 

Direkt hinter der Kathedrale war der historische Bahnhof. Aufgrund des fachlichen Interesses von Philippus wurde dieser natürlich gleich mit Gleisanlage begutachtet. Dabei wurde deutlich, wie schlecht der Verkehrsträger Schiene in Vietnam da steht. Alte Wagen und schlechte Gleise sind nur einige der Indizien dafür.

Zum Mittagessen zog es uns in eine Pizzaria eines ausgewanderten Italieners, wo wir typisch europäisch Pizza aßen. 

Gestärkt von der italienischen Küche ging es für uns zum zentralen Markt. Dort gab es so ziemlich alles zu kaufen. Von getrockneten oder eingelegten Fischen bis hin zur fabrikneuen (gut gefälschten) The North Face Tasche.

Anschließend ging es zu einer im Jahre 775 erbaute Tempelanlage der Cham (altes Volk). Die alten Bauten beeindruckten uns sehr und ließen uns etwas über den budhistischen Glauben erfahren.

Von der Tempelanlage hatten wir einen guten Blick auf den Fischereihafen, der gleichzeitig den Kontrast zwischen einfacher Fischerei und Luxus Hotels widerspiegelt. Dabei kommt einem schon die Frage auf, wie stark Tourismus auch auf die Schönheit der Natur Einfluss nehmen kann.

Am späteren Nachmittag ging es für uns an den Strand und wir konnten das Meer nochmal genießen. Während wir im südchinesischen Meer  badeten landete Onkel Tuy. Dieser wollte uns ursprünglich über die ganze Reise begleiten, konnte aber aufgrund der Hochzeit unserer Cousine in London erst jetzt dazu stoßen. Das Wiedersehen nach 15 Jahren war sehr herzlich und erfreute uns alle. Den Abend verbrachten wir dann gemeinsam in einem Restaurant für Meeresspeziellitäten, das uns die eine oder andere kulinarische Köstlichkeit bot.

Clara und Philippus