Wie schreibt man eine Dissertation?

  • 10. November 2016

Gerade bin ich dabei es herauszufinden. Dank einer Freistellung des Bistums Dresden-Meißen darf ich in den kommenden Jahren neben einem Arbeitsteil in der Verantwortungsgemeinschaft Leipzig-Nord mit Schwerpunkt in St. Georg, Gohlis eine Dissertation angehen.
Der derzeitige, zugegeben noch etwas sperrige, Arbeitstitel des Forschungsprojektes heißt: Sendungs- und Beauftragungsfeiern als Konsequenz ekklesialer Verortung der Gemeinde- und Pastoralreferenten. Eine liturgietheologische Untersuchung der Feiern im deutschen Sprachraum unter besonderer Berücksichtigung des Bistums Dresden-Meißen

Es geht also darum zu überprüfen, in wie weit eine Kongruenz von Aufgabenfeld, kirchlicher Verortung und liturgischer Einführung der Laienmitarbeiter in der Pastoral vorhanden ist. Dazu ist eine aktuelle Synopse aller Feiern und eine entsprechende Auswertung angedacht, die mit den theologischen Profil der Gemeinde- und Pastoralrefernten abgeglichen werden soll. Eine letzte Zusammenschau aus dem Jahr 2000 hat in diese Richtung erste grundlegende Schritte getan.
Was vielleicht gar nicht so abwegig klingt, erweist sich bei näherem Hinsehen als gar nicht so einfach. Denn mit einer theologischen Verwurzelung des Berufsbildes wird unweigerlich das weite Fass der amtstheologischen Fragen geöffnet. Hier einen roten Faden und eine sinnvolle Auswahl bzw. Anküpfung hinsichtlich meiner Fragen zu finden, wird eine echte Herausforderung.

Aller Anfang ist schwer…

Momentan beschäftige ich mich neben dem Einlesen in die verschiedenen Bereiche und dem Sortieren einer möglicher Gliederung vor allem noch mit organisatorischen Fragen. Wer ist für die Feiern ein guter Ansprechpartner? Welchen Arbeitsstand gibt es in den Konferenzen der Ausbildungsleiter? Welche Literatur gibt es noch und wie komme ich ran?
Und dann die großen Fragen, wie bei jeder Dissertation: Wo fängt man am sinnvollsten an? Welche Prozesse sollten aber parallel angestoßen werden? Welche Schritte benötigen welche Vorbereitungen? Das alles beantworten zu wollen und dabei aber noch nicht das Gefühl eines umfassenden Überblicks zu haben, fordert heraus.

Sehr froh bin ich, dass ich die Dissertation im Rahmen des Theologischen Forschungskollegs an der Universität Erfurt schreiben kann. Im Kolleg können wir uns über die Themen unserer Arbeiten austauschen und voneinander profitieren. Vorträge, Tagungen und Kolloquien … und Kurse, um sich für die Hochschuldidaktik fit zu machen. Alles noch sehr neue und noch irgendwie fremd klingende Dinge… hier gilt es sich wieder einzuarbeiten, wie „damals, als wir noch Ersties waren“.

Über alle guten Wünsche und Versprechen, auch diesen Weg in den verschiedenen Formen weiter zu begleiten bin ich sehr dankbar.